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Warum ich als hauptamlicher Bürgermeisterkandidat kandidiere
Meine Entscheidung, für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters ein zweites Mal zu kandidieren, ist nicht spontan gefallen, sondern das Ergebnis eines gründlichen Abwägungs-prozesses, in dem ich für mich selbst versucht habe, alle denkbaren Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken zu bewerten. Ich muss gestehen, dass das kein ganz einfacher Prozess für mich war, weil ich mir bewusst bin, dass ein solcher beruflicher Wechsel einschneidende Veränderungen in der persönlichen und familiären Lebenssituation mit sich bringt. Ich habe mir vor der Kandidatur sehr wohl selbstkritisch überlegt, ob ich mich in der heutigen finanzschwachen Situation im Kommunalbereich, der Aufgabe gewachsen fühle – und kam letztendlich zu dem Ergebnis, dass ich mir das Amt zutraue. Schließlich bin ich mir auch nicht zu schade, andere nach einem Rat oder ihrer Meinung zu fragen. Zudem habe ich viele Ideen und Vorschläge, wie man kostensparend wie ein Schotte, ohne betriebsbedingte Kündigungen gegenüber dem Personal arbeiten kann und zwar ohne Geiz ist Geil Mentalität.
Zu meinen wichtigsten Grundprinzipien gehört es, offen und ehrlich miteinander umzugehen und glaubwürdig zu sein. Mit Blick auf die Kassenlage unserer Stadt Einbeck und die derzeit wenig rosigen Zukunftsaussichten heißt das für mich, dass es über die pflichtige Aufgaben-erfüllung hinaus für die nächsten Jahre keinerlei Wahlversprechen geben kann, die Einbeck nachhaltig finanziell belasten. Ich sehe das aber nicht so negativ, wie es zunächst vielleicht klingen mag, weil Einbeck eine gute Infrastruktur hat und deshalb der Bedarf an Neuinvestitionen zumindest auf absehbare Zeit hin in engen Grenzen gehalten werden kann. Dies wird aus meiner Sicht aber auch dringend notwendig sein, um uns allen gewisse Handlungsspielräume zu bewahren. Nur, dazu müssen wir uns noch mehr bewegen als vorher und dementsprechende Prioritäen für bestimmte Maßnahmen setzen.
Auf der Grundlage dieser Einschätzung halte ich es nicht für vertretbar, ein konkretes Wahlprogramm aufzustellen, an dessen Einhaltung man später gemessen wird. Grundsätzlich will ich ein Bürgermeister „zum Anfassen“ sein - einer, der stets ein offenes Ohr hat für Anregungen, Wünsche und auch für konstruktive Kritik und der sich um die Belange der Bürgerinnen und Bürger kümmert. Einen Einblick in meine Sichtweisen und Vorstellungen zu einigen Schwerpunktbereichen werden demnächst veröffentlicht.
In Kenntnis der vielfältigen Anforderungen, die einem Bürgermeister in erster Linie als Chef einer Verwaltung gestellt sind, denke ich, dass es außerordentlich wichtig ist, vor allem hier das notwendige Rüstzeug mitzubringen. Das habe ich, denn ich bin ein Zugpferd mit Stallgeruch und seit ca. 15 Jahren in dieser Verwaltung als technischer Angestellter tätig. Gerade angesichts der aktuellen Lage leerer öffentlicher Kassen muss sich eine öffentliche Verwaltung gut aufstellen, damit sie auf Dauer den sich verändernden Bedürfnissen ihrer Bürgerinnen und Bürger gerecht werden und damit zukunftsfähig bleiben kann. "Sparen muss nicht verzichten heißen". "Ein Bürgermeister muß aus meiner Sicht wie eine gute Hausfrau sein".
Neben einer motivierten und leistungsfähigen Mitarbeiterschaft, an der ich keine Zweifel habe, erfordert dies eine auf Erfahrungswissen gestützte Führung, die kreative und innovative Impulse zu setzen vermag. In der Erfüllung dieses gewiss nicht einfachen Anforderungsprofiles sehe ich eine große persönliche Herausforderung, der ich mich gerne stellen will. Zudem sehe ich mich mit 50 Jahren in einem Alter, das mir die Möglichkeit gibt, auch über einen längerfristigen Zeitraum etwas zu gestalten und unsere Stadt Einbeck weiter nach vorne zu entwickeln und aus ihrem bisherigen Dornröschenschlaf zu wecken. Dazu bin ich bereit, auch wenn der Weg dornig und bestimmt nicht immer mit Rosen geschmückt ist.
Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden am 10. September 2006 selbst, wer hauptamtlicher Bürgermeister und Verwaltungschef der Stadt Einbeck werden wird, und ich möchte mich bei Ihnen um dieses Amt bewerben. Ich werde dabei nicht von einer Partei unterstützt, sondern trete als parteiloser Kandidat an, der seinen Wahlkampf persönlich finanziert. Im Falle einer Niederlage, von der ich aber nicht ausgehe, werde ich diesmal keine Wahlempfehlung aussprechen. Bürgermeister für alle soll hohe Lebensqualität in der Kernstadt und in den angeschlossen Ortschaften sichern.
Es wird die Aufgabe des hauptamtlichen Bürgermeisters und Verwaltungschefs sein, überparteilich im Rahmen der städtischen Aufgabenerfüllung für eine hohe Lebensqualität in der Stadt und den Ortschaften zu bezahlbaren Preisen zu sorgen, den Wirtschaftsstandort zu sichern und auszubauen und die Stadtverwaltung sparsam und wirtschaftlich zu führen. Er soll dazu Vorschläge unterbreiten, für die er sich im Rat Mehrheiten suchen muss.
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